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Aus Helgas Fotoalbum
oder Wie es zu dessen Veröffentlichung
kam
Bereits mit acht Jahren hörte ich von Emil Kollien aus Schnakeinen. Im Insthaus auf seinem Hof lebte meine Oma Anna mit ihren Söhnen bis zur Flucht 1945. Dort arbeiteten sie auch.
Mein Vater nannte in seinen Erzählungen häufig die Namen der Kollien Töchter, Renate und Helga. Eines der wenigen Fotos aus Schnakeinen zeigte die Mädchen mit meinem Vater.
Auch in dem Briefnachlass meiner Oma tauchte diese Familie immer wieder auf. Sie hatte sich 1947 hilfesuchend an Emil Kollien gewandt, weil sie hoffte, dieser könne ihr einen Hinweis zu den beiden verschollenen Söhnen geben. Erfolgreich half er bei der Suche.
Lange sollte es dauern, bis ich endlich den Bruder von Helga und Renate im Telefonbuch ausfindig machen konnte. Durch ihn erhielt ich Helgas Nummer. Renate war leider bereits 2008 verstorben.
Es folgten viele Telefonate mit Helga. Sie war tatsächlich die Einzige, die sich noch an meine Oma erinnern konnte. Helgas
Erzählungen waren nicht nur deshalb sehr wertvoll für mich. Schnell stellte sich eine Verbundenheit zwischen dieser liebenswürdigen Frau und mir ein.
Im Oktober 2011 konnte ich Helga endlich besuchen. Sie hatte ein gemeinsames Mittagessen arrangiert und die Zeit bis zum Abend verging wie im Flug, viel zu schnell.
Wir liessen uns gegenseitig in unsere Fotoalben schauen und in Helgas fand ich einen wahren Schatz zum Thema Schnakeinen. Leider hatte ich keinen Scanner parat, um die Fotos für diese Seiten zu übertragen.
Im April 2013 meldete sich Herr Grützbach via Mail bei mir. Er hatte diese Seiten im Netz gesehen. Er ist der Sohn von Renate Kollien, Helgas leider bereits verstorbener Schwester.
Dank seines Interesse und seiner Aufmerksamkeit wurden die Aufnahmen aus Helgas Album so doch noch digitalisiert, mit Helgas Unterstützung beschriftet und mir diese freundlichst zur Veröffentlichung weiter gegeben.
Es handelt sich dabei um teilweise einzigartige Fotos aus der Zeit in Schnakeinen und von Reisen der Schwestern in den 1990 dorthin.
HERZLICHEN DANK dafür an Helga und ihren Neffen Bodo! Helga sage ich auf diesem Weg noch einen HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zum gerade vollbrachten 85. Geburtstag!
Dieses Bild befindet sich auch im Nachlass meines Vaters. Aussen links Lehrer Lange, daneben
mein Vater Ernst Thiel. Neu ist die Nennung von Gertrud Hartwig durch Helga. Wer befand sich noch darauf?
Die fast vollständige Gesamtnamenliste zu diesem Klassenfoto findet sich unterSchnakeinen: Vater´s Tohus
Wer sind die anderen Kinder auf diesem Bild?
Traute Stiemert scheint eine beste Freundin von Renatchen gewesen zu sein. Es gibt zwei Fotos von diesem Gespann...
Ein Suchbild, dass noch viele Rätsel aufgibt. Das Foto lässt sich durch anklicken vergrössern. Personen und Hintergrund werden dann deutlicher. Ich meine, eine Art (Geographie) Kartenhalter hinten rechts im Bild zu erkennen. Die Fotos an der Wand zeigen meines Erachtens damalige Parteigrössen. Unterhalb des rechten Wandfotos deute ich ein Bild als Heimatkarte, mit Wappen von Kreisen....? Wir sehen wohl nur Frauen und Mädchen auf dem Bild. Eine von ihnen spielt Harmonika (Quetschkommode nannte mein Vater das). Könnte es sich um einen Gesangverein gehandelt haben? Wer waren die Personen auf diesem Bild?
Eine wahre Rarität! Die Ortsbezeichnung Karlberg ist bis jetzt noch nicht gesichert. Wahrscheinlich handelt es sich um Kahlberg, auf der frischen Nehrung.
Das Dorf Schnakeinen macht einen Ausflug an die See. Grossartig. Nun wird es sich nicht um die gesamte Dorfschaft handeln, die wir dort sehen. Werden wir jemals erfahren, ob es sich bei den Ausflügnern um die Arbeiter des Bauern Emil Kollien gehandelt hat? Der Herr mittig links mit Hut und Schnäuzer ist wohl Emil Kollien selbst. Helga sitzt im Schoss der Dame mit Hut? Wer waren die anderen Schnakeiner?
Das Szenarium wechselt von Schwarz-weiss nach bunt. So wie das Leben unserer Schnakeiner von 1928 auf dem ersten Klassenfoto bis zur Zeit nach ihrer Flucht 1945. Helga und Renate wagen in den 1990ern eine Reise nach Schnakeinen und somit an die Orte ihrer Kindheit.

Unsere Schnakeiner Truppe auf den Wegen in ihre Vergangenheit. Noch einmal sind Traute Stiemert und Renate vereint und beisammen in der Heimat.
Aus meinen Gesprächen mit einigen Menschen aus der Erlebnisgeneration Nord-Ostpreußen ist mir
bekannt, mit welchen Gefühlen sie die ersten Möglichkeiten der Perestroika und Glasnost nutzten, um die alte Heimat wieder zu sehen. Diese waren durchaus gemischt, ob dessen was sie vorfinden
würden. Hier soll nicht gewertet werden. Folgende Bilder sprechen für sich. Haben wir doch alle ein Bild vom Ort unserer Kindheit und Jugend. Zumindest die Kirchen stehen noch...... wie würden
wir uns fühlen, wenn wir uns nicht mehr orientieren könnten, weil alles weg und total verändert ist?
Die Taufkirche unserer Schnakeiner. Auch mein Vater wurde hier vor 93 Jahren getauft und
eingesegnet. Da hatte die Kirche noch einen Altar und ein Dach.
Unsere Reisetruppe betritt den Boden, auf dem sie als Kinder wohl oft barfuss liefen.
Ehemaliger Hof und Reste des Hausgebäudes von Gustav Podehl in Hoch-Schnakeinen. Dieses Gut wurde 1840 von Gottfried Podehl gegründet. Es lag und liegt 1,5 Km südlich vom Dorf Schnakeinen auf einer kleinen Anhöhe, an den Ausläufern der Stablack Berge.
Neben Hof Podehl stand bis mind. 1945 noch ein weiteres, recht grosses Anwesen in Hoch-Schnakeinen. Es gehörte zuletzt Heinrich Müller.
Hier in Bericht über Hoch-Schnakeinen in den 1990er Jahren.
Erstaunlich, wie gut Renate und Helga ihr Zuhause ohne Navigationssystem finden konnten. Auch die folgenden Bilder beweisen das...
Auch wenn es für den Betrachter nicht gleich so erscheint. Diese Beschreibungen werden für die neuen Bewohner Schnakeinens, den Babakaeffs und für mich noch sehr von Nutzen sein. Danke dafür!
Wer kann dieses Schnakeiner Haus eindeutig zuweisen? Existieren noch alte Aufnahmen des original Zustands? Es scheint heutzutage komplett abgetragen zu sein.
Dieses Haus steht noch heute! Es ist mittlerweile sehr schön saniert durch die Familie Babakaeff. Siehe dazu Post aus Schnakeinen-Poberejie
Nie hätte ich gedacht, das soviel Material zusammen kommt, um das Dorf und seine Bewohner auch bildlich rekonstruieren zu können.
Wer kann helfen, die Personen auf den Fotos zu identifizieren? Wer hat Hinweise zur Lage dieser oder noch unbekannter Gebäude im Ort?
Irina und Valery werden ihre Nachbarn zum Verbleib des Stallgebäudes und des Hauses befragen.
Wenn einer der Leser hier weiteres Material haben sollte, bitte, bitte meldet euch!!!